Von der Initiative dreier Schülerinnen profitiert der tropische Regenwald und die KS Musegg
Sie seien mit dem Verlauf des Aktionstages „Regenwald“ abgesehen von technischen Problemen sehr zufrieden, sagten Livia Schwander, Natalie Lustenberger und Manuela Kaufmann aus der Klasse G4f im Anschluss an den von ihnen geplanten und organisierten Anlass an der Kantonsschule Musegg. „Auch wenn es im Publikum noch etwas mehr Lehrpersonen hätte haben dürfen“, ergänzen sie einstimmig. Dass Studierende an ihrer Schule selbst aktiv werden und für ein Anliegen kämpfen, ist nicht selbstverständlich. Denn es erfordert nach Angaben der Initiantinnen viel Überzeugung, Flexibilität, Durchhaltewillen und Motivation zur erfolgreichen Durchführung einer solchen Aktion.
Die Aktion „Regenwald“ befasste sich mit der Problematik der Zerstörung des tropischen Regenwaldes. An der Veranstaltung zeigte ein eindrücklicher Film die Bedrohung des artenreichen und speziellen Lebensraumes durch die Rodung infolge wirtschaftlicher Interessen. Mit dem Referat einer Vertreterin der Nichtregierungsorganisation Borneo Orangutan Survival Association (BOS) Schweiz wurde klar, dass der bedrohte tropische Regenwald in Südostasien mit Wiederaufforstung geschützt und der Lebensraum für viele seltene Tierarten zurückgegeben werden kann.
Für Livia Schwander ist es Zufall, dass es ihr der gezeigte Film im letzten Frühjahr so angetan hat und dass das Thema tropischer Regenwald gleichzeitig im Geographieunterricht behandelt wurde. Es war für sie aber klar, dass sie gegen die Zerstörung des Regenwaldes selbst etwas unternehmen musste und muss – und wenn es lediglich die Information der breiteren Öffentlichkeit zur Sensibilisierung für das Thema ist. Für die Organisatorinnen der Aktion „Regenwald“ war es nicht immer einfach, das Projekt bis zum Ende zu bringen. „Uns waren die Rahmenbedingungen, die die Schule für die Durchführung einer solchen Aktion stellte, nicht immer ganz klar“, erzählt Livia Schwander. „Zudem waren die Absprachen zwischen uns Organisatorinnen nicht immer einfach, zumal der Unterricht ein konzentriertes Organisieren immer wieder unterbrach“ ergänzt Natalie Lustenberger. Sie raten deshalb ihren Mitstudierenden, die in Zukunft den Schulalltag mit eigenen Aktionen ebenfalls mitgestalten wollen, genügend früh mit der Planung zu beginnen, sich über die Rahmenbedingungen der Schule detailliert zu informieren, die Absprachen zwischen Mitinitiantinnen und Mitinitianten gut zu organisieren sowie die Motivation nie zu verlieren, auch wenn es in der Umsetzung des Projektes Rückschläge gibt.
Für die Organisatorinnen ist der Einsatz für den tropischen Regenwald mit der erfolgreichen Durchführung des Aktionstages noch nicht beendet. Natalie Lustenberger wird ihr Umfeld weiterhin über die Bedrohung für Pflanzen- und Tierarten im noch intakten tropischen Regenwald aufklären, auch wenn sie mit dem geplanten Germanistikstudium nicht in die Fachrichtungen Umwelt, Biologie oder Ethik einsteigt. Livia Schwander wird mit einem Studium an der PHZ die Gelegenheit haben, ihre Anliegen zum Schutz des tropischen Regenwaldes sogar schon den Primarschülerinnen und Primarschülern von morgen weiterzugeben. Hoffen wir, dass die Zerstörung des tropischen Regenwaldes bis dahin gestoppt werden kann. Die Studierenden, Lehrpersonen und Schulleitung danken den initiativen jungen Frauen für ihr Engagement und freuen sich auf weitere Studierende, die mit ihren Ideen den Schulalltag in Zukunft bereichern.
Marco Stössel, PR-Beauftragter